EH55-Förderung
bis 30.6.2026 —
letzte Chance?
Eine günstige Neubauförderung läuft aus — und ist noch lange nicht ausgeschöpft. Für wen sich der schnelle Antrag jetzt noch lohnt.
Die befristete Effizienzhaus-55-Förderung im KFN-Programm (KfW 297/298) ermöglicht einen zinsverbilligten Kredit von bis zu 100.000 € pro Wohneinheit. Voraussetzung: EH55-Standard und 100 % erneuerbare Wärme (keine fossilen Heizungen). Die Frist endet spätestens am 30. Juni 2026, der Fördertopf (800 Mio. €) ist noch nicht ausgeschöpft. Eine Verlängerung ist möglich, aber nicht gesichert.
Was die befristete EH55-Stufe bietet.
Einen zinsverbilligten KfW-Kredit von bis zu 100.000 Euro pro Wohneinheit für Neubauten im Effizienzhaus-55-Standard — mit Konditionen, die zuletzt sogar unter denen für EH40 lagen.
Im Dezember 2025 wurde die Effizienzhaus-55-Stufe im Programm Klimafreundlicher Neubau (KFN-Förderung im Überblick) reaktiviert, um den Bauüberhang abzubauen. Statt des anspruchsvolleren EH40 genügt hier der EH55-Standard, der einfacher und günstiger zu bauen ist.
Gefördert wird mit einem zinsverbilligten Kredit von bis zu 100.000 Euro pro Wohneinheit. Die Zinsen wurden mehrfach gesenkt und lagen zuletzt sehr niedrig — teils unter den EH40-Konditionen.
Wie viel Zeit und Geld noch da ist.
Die Antragsfrist endet spätestens am 30. Juni 2026. Vom 800-Mio.-Euro-Topf war Anfang Mai 2026 erst ein kleinerer Teil abgerufen — Budget ist also noch reichlich vorhanden.
Die Förderung ist doppelt befristet: durch das Budget von 800 Millionen Euro und durch die Einreichungsfrist 30. Juni 2026. Anders als beim Start im Dezember erwartet, wurde das Programm danach deutlich weniger abgerufen — es ist also noch viel Budget übrig.
Eine Verlängerung der Frist wäre grundsätzlich möglich, ist aber nicht gesichert. Wer ein passendes Projekt hat, sollte deshalb nicht auf eine Verlängerung spekulieren, sondern die Frist als real ansehen. Den aktuellen Stand prüfen Sie am besten am Tag der Antragstellung.
EH55 gegen EH40/QNG.
EH55 ist einfacher und günstiger zu bauen als EH40, bietet aber einen geringeren Kreditrahmen als die QNG-Variante. Für viele Bauüberhang-Projekte ist EH55 dennoch attraktiv.
EH40 mit QNG bietet den größten förderfähigen Kreditrahmen, verlangt aber den anspruchsvollsten Standard und die Zertifizierung (QNG-Audit anfragen). EH55 ist baulich einfacher und damit günstiger zu realisieren — ein guter Kompromiss für Projekte, die ohnehin geplant oder genehmigt sind.
Wichtig: Die Heizung muss auch beim EH55 zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien stammen. Fossile Heizungen sind ausgeschlossen — also Wärmepumpe, Fernwärme, Solarthermie oder Biomasse.
Für wen sich der schnelle Antrag lohnt.
Vor allem für Bauherren mit bereits genehmigtem, aber noch nicht begonnenem Projekt. Für sie ist EH55 oft die wirtschaftlichste verfügbare Neubauförderung — solange die Frist läuft.
Die Förderung verlangt eine vorliegende Baugenehmigung und einen noch nicht begonnenen Bau. Genau das trifft auf viele Projekte aus dem Bauüberhang zu — bewilligt, aber wegen hoher Kosten zurückgestellt.
Für diese Bauherren ist die EH55-Stufe oft die günstigste erreichbare Förderung. Wer ein solches Projekt hat, sollte die Antragstellung nicht aufschieben — nach dem 30. Juni 2026 ist diese Tür voraussichtlich zu.
Fragen & Antworten
Förderrichtlinien BAFA (bafa.de) und KfW (kfw.de), Gebäudemodernisierungsgesetz (verkündet am 28.07.2026, BGBl. 2026 I Nr. 226), dena. Alle Förder- und Rechtsangaben: Stand siehe Artikelkopf — verbindlich ist die jeweils gültige Richtlinie.