Einblasdämmung im
zweischaligen Mauerwerk:
der Ostfriesland-Klassiker.
Viele ostfriesische Häuser haben eine verborgene Luftschicht in der Außenwand. Sie zu dämmen ist eine der wirtschaftlichsten Maßnahmen überhaupt.
In Ostfriesland ist zweischaliges Klinkermauerwerk mit einer Luftschicht zwischen Außen- und Innenschale weit verbreitet. Diese Schicht lässt sich per Einblasdämmung (Kerndämmung) in der Regel an einem Tag füllen — ohne Gerüst, ohne Eingriff in die Fassade, mit hervorragendem Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Maßnahme ist über die BAFA-Einzelmaßnahmen (BEG EM) förderfähig. Voraussetzung ist ein ausreichend breiter, intakter Hohlraum.
Warum Ostfriesland ideal für Kerndämmung ist.
Das in Ostfriesland typische zweischalige Klinkermauerwerk hat zwischen Außen- und Innenschale eine Luftschicht. Genau dieser Hohlraum lässt sich nachträglich mit Dämmstoff füllen.
Ein Großteil der Häuser in Ostfriesland ist zweischalig gebaut: außen die wetterfeste Klinkerschale, innen die tragende Wand, dazwischen eine Luftschicht von einigen Zentimetern. Diese Bauweise schützt gut gegen das raue Küstenwetter — aber die Luftschicht ist ein erheblicher Wärmeverlust, solange sie leer ist.
Genau hier setzt die Einblasdämmung an: Der vorhandene Hohlraum wird mit Dämmstoff gefüllt. Es muss nichts abgerissen, verputzt oder verkleidet werden — die Konstruktion bringt die ideale Voraussetzung bereits mit. Das macht die Maßnahme in unserer Region so attraktiv.
Wie die Einblasdämmung funktioniert.
Kleine Löcher in die Fugen der Außenschale bohren, Dämmstoff einblasen, Löcher wieder verschließen — meist an einem einzigen Tag erledigt, ohne Gerüst und ohne dass Sie ausziehen müssen.
Der Fachbetrieb bohrt ein regelmäßiges Raster kleiner Löcher in die Mörtelfugen der Klinkerschale. Durch diese wird der Dämmstoff — etwa Einblas-Granulat oder -Fasern — gleichmäßig in den Hohlraum eingeblasen, bis er vollständig gefüllt ist. Anschließend werden die Bohrlöcher in den Fugen wieder unauffällig verschlossen.
Für ein typisches Einfamilienhaus ist die Arbeit oft an einem Tag erledigt. Es braucht in der Regel kein Gerüst, keine Baustelle im Innenraum und keinen Auszug. Im Vergleich zu einem Wärmedämmverbundsystem ist das ein minimaler Eingriff.
Warum das Preis-Leistungs-Verhältnis kaum zu schlagen ist.
Weil der Hohlraum schon da ist und kaum Nebenarbeiten anfallen, ist die Kerndämmung deutlich günstiger als eine Fassadendämmung — bei spürbarer Wirkung auf Wärmeverlust und Wohnkomfort.
Eine Fassadendämmung (WDVS) ist wirkungsvoll, aber teuer: Gerüst, Dämmplatten, Putz, lange Bauzeit. Die Einblasdämmung nutzt dagegen den vorhandenen Hohlraum und spart fast alle diese Nebenkosten. Dadurch ist sie pro eingesparter Kilowattstunde eine der wirtschaftlichsten Dämmmaßnahmen überhaupt.
Spürbar ist die Wirkung doppelt: Die Heizkosten sinken, und die Innenseite der Außenwände wird wärmer — das verbessert den Wohnkomfort und senkt das Risiko von Schimmel an kalten Wandflächen. Konkrete Einsparungen hängen vom Gebäude ab und sollten individuell eingeschätzt werden.
Wann Einblasdämmung möglich ist — und wann nicht.
Nötig ist ein ausreichend breiter, weitgehend intakter und sauberer Hohlraum. Ob er geeignet ist, prüft der Fachbetrieb vorab mit einer Endoskopkamera durch ein kleines Bohrloch.
Nicht jede Wand ist geeignet. Der Hohlraum muss breit genug, frei von Bauschutt und nicht durch Feuchtigkeit oder Mörtelbrücken massiv gestört sein. Deshalb steht am Anfang immer eine Prüfung: Der Fachbetrieb schaut mit einer kleinen Kamera in die Wand und misst die Schichtbreite.
Ist der Hohlraum zu schmal oder feucht, ist die Einblasdämmung nicht die richtige Wahl — dann sind andere Maßnahmen sinnvoller. Diese ehrliche Vorprüfung schützt vor Fehlinvestitionen und ist Teil einer seriösen Beratung.
Einblasdämmung fördern lassen.
Die Kerndämmung ist als Einzelmaßnahme über die BAFA (BEG EM) förderfähig, sofern die technischen Mindestanforderungen erfüllt sind. Mit einem individuellen Sanierungsfahrplan steigt der Fördersatz.
Wie andere Dämmmaßnahmen ist auch die Einblasdämmung über die BAFA-Einzelmaßnahmen förderfähig, wenn der geforderte Dämmwert (U-Wert) erreicht wird. Mit einem Sanierungsfahrplan für Ihr Klinkerhaus (iSFP) erhöht sich der Fördersatz zusätzlich.
Wichtig wie immer: Antrag vor Beauftragung und Einbindung eines gelisteten Energieberaters in Ostfriesland, der die Förderfähigkeit sicherstellt. Gerade bei dieser günstigen Maßnahme bleibt nach Förderung ein besonders attraktiver Eigenanteil. Die aktuellen Fördersätze sollten am Tag der Antragstellung geprüft werden.
Fragen & Antworten
Förderrichtlinien BAFA (bafa.de) und KfW (kfw.de), Gebäudemodernisierungsgesetz (verkündet am 28.07.2026, BGBl. 2026 I Nr. 226), dena. Alle Förder- und Rechtsangaben: Stand siehe Artikelkopf — verbindlich ist die jeweils gültige Richtlinie.